Zugspitze über das Gatterl

Von Ehrwald aus, ist es möglich die ersten gut 400 Höhenmeter mit der Ehrwalder Almbahn zurückzulegen. Die Talstation der Almbahn ist der eigentliche Ausgangspunkt der Gatterltour. Sehr gut ausgeschildert folgt man den Wegen und wird sehr bald mit den ersten Aufstiegsmetern konfrontiert. An der Brent Alm un der Ganghofer Hütte vorbei, führt die gut ausgebaute Forststrasse der Ehrwlader Alm und dem Tirolerhaus entgegen.

Nach weiteren ca. 30-40 Minuten wird der Wanderer die Hochfeldern Alm erreichen. Wichtig ist es, spätestens hier erneut die aktuelle Wetterlage gewissenhaft zu überprüfen. Sollte das Wetter eher instabil sein, ist darauf zu achten das besonders im Spätherbst einsetzender Regen, in höheren Lagen Schneefall bedeuten kann. Ab der Hochfeldern Alm begibt man sich nun endgültig in Hochalpine Regionen. Ca. 15 Minuten Wanderung oberhalb der Feldern Alm, gelangt man zu einer kleinen Bachquerung.

Dieses Gewässer ist die letzte Wasserstelle auf der gesamten Tour. Ein ständig mehr oder weniger steil ansteigender Pfad führt hinauf zum Hochbrandjoch. Der durchschnittliche Wanderer wird ungefähr eine Stunde benötigen, zu diesem wunderbaren Aussichtspunkt zu gelangen. Ein kurzer Abstieg in das nächste Kar, vom Joch ist nicht ganz ohne. Besonders bei Nässe sollte man hier besondere Vorsicht walten lassen, im feuchten Untergrund kann man sehr schnell den Halt verlieren.

Nach der Querung eines groben Geröll Abschnittes ist der nächste Wegweiser erreicht. Ein Weg führt gerade hinauf aufs nächste Joch in östlicher Richtung, um dahinter in ein Tal und zum Steinernen Hüttl zu führen.  Der Weg zum Gatterl verläuft scharf nach links hinab in eine Senke und anschließend an Stahlseilsicherung empor zum Gatterl.

                                                     

                                                              Hier ist das Gatterl erreicht...

Bis dorthin gestaltet sich die Landschaft grün und Wiesig, ab dem Gatterl zeigt sich das typisch schroffe Hochplateau vom Zugspitzplatt. Spuren der Eiszeit sind hier fast überall erkennbar. Felsen sind geschliffen, ausgehöhlt und gar nicht selten Messerscharf. Gegenüber dem Gatterl in ungefähr 4 Kilometer Luftlinie Entfernung, kann man bereits die Knorrhütte erkennen. Ich denke jeder Wanderer wird froh sein an der Knorr- Hütte eine Einkehr möglichkeit zu finden.

Der Weg dorthin ist anstrengend, das Gelände Kräfteraubend und zieht sich unerwartet in die Länge. Für diese Tour sollte man unbedingt genügend Zeitreserven einplanen, spätestens bei der Knorrhütte beginnt fast jeder zu ermüden und niemand wird es schaffen, das am beginn der Tour gewählte Tempo aufrecht zu erhalten. Weg-Zeit Beschreibungen und die daraus errechnete Tour Dauer werden sich mit Sicherheit verlängern. Der Anstieg von der Knorr Hütte zum Sonn Alpin führt über das Karst Plateau Zugspitzplatt, auf einer Länge von ca 3 Kilometern zum Gletscherbahnhof Sonnalpin. Besonders bei Nebel drückt der nicht enden wollende Pfad sehr bald aufs Gemüt.

Hier gibt es keine Alternativen mehr, man muss weitergehen, viel trinken, ein Stück Müsliriegel nehmen und man wird sein Ziel erreichen. Bei guten Wetterbdingungen und ausreichend vorhandenen Kraftreserven muss jeder selbst entscheiden, den finalen Anstieg bis hinauf zum Zugspitzgipfel zu fuß zurückzulegen. Dies ist über ein Schuttkar, einigen Seilversicherten Fels Passagen und über eine Gratwanderung am Zugspitzkamm machbar. Achtung,bei starker Frequentierung herrscht auch hier akute Steinschlag Gefahr. Im Zweifel unbedingt vom Sonn Alpin die Gletscherbahn zum Gipfel nehmen.

Ausrüstungsempfehlungen:

Bergschuhe oder gut profilierte Treckingschuhe ( bieten beide sehr viel Schutz im scharfkantigen Geröll )

Nimm genug zu trinken mit !

Dringend zu empfehlen! Sturm und Regenschutz ist essentiell, wähle eine Regenjacke mit mindestens 15000 mm Wassersäule. Dieser Richtwert wird dich auch bei anhaltenden Regenschauern über viele Stunden trocken halten. Gegen eine höhere Wassersäule ist keinesfalls etwas einzuwenden, solange das Gewicht und das Packmaß der Jacke keine ungeahnten Dimensionen annehmen. Vom Preis ganz abgesehen, Regenjacken sind von € 100- € 800 erhältlich. Es steht jedem frei, aus diesen Sortimenten auszuwählen, jedoch hat sich nach jahrelangen Tests gezeigt, dass auch die teuerste Ausrüstung nicht immer die am meisten funktionierende ist.

Persönlich bin ich im Regenjacken Sortiment bei Inov-8 Race Elite Stormshell "hängengeblieben". Innovate hat mit dieser Serie eine sehr leichte und klein verpackbare Shell entwickelt die mit einer Wassersäule von 20000 mm vom Preis Leistungsverhältnis hervorragend abschneidet.

Hast du diese Jacke im Gepäck, wird dich ein Wetterumschwung nicht mehr aus der Ruhe bringen :-)

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