Durch das Reintal auf die Zugspitze...

Sabrina und ich sind um kurz vor 7:00 Uhr an der Sprungschanze vom Olympia Zentrum Garmisch Partenkirchen losmarschiert. Gleich nach dem Parkplatz führt die Asphaltstraße Richtung Süden an der Partnach entlang. In diesem ersten Abschnitt sind die gefühlten Temperaturen weitaus kühler als sie tatsächlich sind. Dies mag an der vom Bach sehr feuchten Morgenluft liegen. Noch etwas verschlafen gelangen wir nach ungefähr 15 Minuten zum Partnachklamm Eingang.

Hier haben wir nun die Wahl, die Partnachklamm zu durchqueren oder den gleich gegenüber liegenden Pfad über die Partnachalm zu wandern. Wir entscheiden uns für die zweite Variante. Über Holzstufen überwinden wir ungefähr 150-200 Höhenmeter durch Buchenwälder und erreichen bei Sonnenaufgang bereits die Partnachalm. 

Von hier folgen wir dem Forstweg immer weiter in südliche Richtung nach einer Stunde mündet der Forstweg in einen immer schmaler zulaufenden Wanderweg. Wir sind zügig unterwegs, wollen an einem Tag das Tal durchwandern und den höchsten Punkt von Deutschland, die Zugspitze erreichen. 

Wir haben eigentlich genügend Zeit das ganze Wochenende, wollen den nächsten Tag jedoch endlich einmal ausschließlich für Wellness nutzen :). Keiner von uns beiden hat auf dieser Tour einen größeren Rucksack als 12 Liter Fassungsvermögen dabei. Für kurze Touren bis 5 Kilometer, Bergwettkämpfe oder Tagestouren mit Einkehrmöglichkeiten, verwenden wir am liebsten die Instinkt Eklipse Trail Vest. Einen sehr angenehmen und kaum spürbaren Trailrunning "Rucksack" in dem das notwendigste an Ausrüstung sehr gut Platz findet. Ein Hauch von Nichts, der Tragekomfort und Atmungsaktivität ist aufgrund von hochwertigen Mesh- Leichtbau Materialien unserer Meinung nach, schwer zu übertreffen. 

Hier findest du alle Infos zum Rucksack Instinct Eklipse Trail Vest 12L

Immer enger wird das Anfangs weit auslaufende Rheintal umso tiefer man eindringt. Nach 3 Stunden fast flacher Wanderung findet man sich plötzlich in spektakulär wirkender Alpinlandschaft wieder. 

Diese eigentliche zwei Tages Wanderung ist landschaftlich ein Hochgenuss. Für gemütliche Wanderer ist eine Hüttenübernachtung in der Reintalangerhütte auf jeden Fall empfehlenswert. Für Familien mit Kinder bietet die Partnachklamm auch an sehr warmen Sommertagen Abwechslung Erfrischung aufgrund der Gewässernähe. 

Am oberen Ende des Tales wird das Gelände stetig steiler. Aus der Ferne ist ein Wasserfall zu erkennen, der aus einem Höhlensystem entspring. Erreicht man seinen Ursprung, hat man den Reintal Anger, ein geologisches, fast flaches Hochplateau und auch die Reintalhütte erreicht. Von hier aus sind es immerhin weitere 8 Kilometer und 1300 Höhenmeter bis zum Zugspitzgipfel.

Der weitere Wanderweg von der Reintalhütte ist sehr gut ausgeschildert und die Zeitangaben sind nach durchschnittlichen Wanderzeiten berechnet in den meisten Fällen ziemlich realistisch. 3 Kilometer und 640 Höhenmeter weiter gelangen wir über aufstrebende Wanderwege zur Knorrhütte. Sie bietet als Dav- Hütte nach Reservierung ebenfalls Übernachtungsmöglichkeiten an. Wir  spüren die bereits zurückgelegte Distanz und müssen unsere Kräfte bündeln zum weitergehen. Wir lassen die Baumgrenze endgültig hinter uns und auch die letzten Latschenkiefern. Immer leicht bergan queren wir das Zugspitzplatt als plötzlich dunkle Wolken über die Bergkämme herüberziehen.

Eine Mischung aus Graupel, Starkregen, und Sturmböen machen das weiterkommen nicht gerade einfacher. Wir sind gut gerüstet, ziehen uns frühzeitig die Wasserdichten Sturmjacken über und trotzdem dem Gebräu der Wetterküche.

Regen und Sturm Ausrüstung ist ein sehr heikles Thema. Der Markt bietet eine beinahe unüberschaubare Fülle an Ausrüstung gerade auch im Jackenbereich an. Hier gilt es nach persönlichen Vorlieben die nach eigenen Bedürfnissen, am besten passende herauszusuchen.

Ich empfehle eine Regenjacke mit mindestens 15000 mm Wassersäule. Dieser Richtwert wird auch bei anhaltenden Regenschauern für Eineige Stunden dicht halten. Gegen eine höhere Wassersäule ist keinesfalls etwas einzuwenden, solange das Gewicht und das Packmaß der Jacke keine ungeahnten Dimensionen annehmen. Vom Preis ganz zu schweigen, Regenjacken sind von € 100- € 800 erhältlich. Es steht jedem frei, aus diesen Sortimenten auszuwählen, jedoch hat sich nach jahrelangen Tests gezeigt dass die teuerste Ausrüstung nicht immer die am meisten funktionierende ist.

Persönlich bin ich im Regenjacken Sortiment bei Innovate Race Elite Stormshell "hängengeblieben". Innovate hat mit dieser Serie eine sehr leichte und klein verpackbare Shell entwickelt die mit einer Wassersäule von 20000 mm vom Preis Leistungsverhältnis hervorragend abschneidet. Hat man diese Jacke im Gepäck wird dich ein Wetterumschwung nicht mehr aus der Ruhe bringen. 

Schau dir diese Jacke hier genauer an:

Das Modell für Damen: Inov8 Stormshell Full Reißverschluss Women's Laufjacke - AW19 - Small 

Das Modell für Herren: Inov-8 at/C Stormshell FZ Jacke Herren Blue Gr. M

Für einige Momente haben wir geglaubt, den letzten Anstieg auf den Zugspitzkamm vom Gletscherbahnof Sonnalpin noch zu schaffen, immer dichter werdender Nebel, der Starkregen in Kombination mit den großflächig vorhandenen Altschnee Feldern hat uns zum Entschluss gebracht, die Tour bei der Gletscherstation abzubrechen. Es ist die Innere Stimme, auf die man in solchen Situationen hören sollte. Wenn man ehrlich ist, zu sich selbst, so glaube ich, bleibt man in den Bergen mit noch zusätzlich einem funken Glück, vor Unfällen weitgehend verschont. Im Bruckmann Wanderführer findest du weitere, sehr gut beschriebene Touren im Wetterstein Gebirge, inklusive Wanderkarte...

Hier der Bruckmann Wanderführer:

Bruckmann Wanderführer: Zeit zum Wandern Karwendel und Wetterstein. 40 Wanderungen, Bergtouren und Ausflugsziele im Karwendel und Wetterstein. Mit Wanderkarte zum Herausnehmen.