Weitwanderung im Wettersteingebirge...

Die Ehrwalder Sportler Simon Scheiber und Sabrina Seebach begaben sich auf eine 3 Tagestour und durchwanderten das Wettersteingebirge von Ehrwald bis nach Leutasch-Reindlau an nur einem Tag.

 

Aufgrund der Charakteristik dieser eigentlichen 3 Tagestour will ich hier zu allererst eine Ausrüstungsempfehlung zur verfügung stellen. Weiters gilt es zu bedenken, dass das Begehen dieser Tour an einem Tag prinzipiell nicht zu empfehlen ist. Eine derartige Begehung setzt jahrelanges Ausdauertraining und umfangreiche Alpin Erfahrung vorraus!

Übernachtungen für sind nach Reservierung im Steinernen Hütte und in der Rotmoos Alm möglich. Als Ausgangspunkt bietet sich eine Zeltübernachtung beim Campingplatz Dr. Lauth in Ehrwald an. So kommt garantiert ein Abenteuer feeling auf. Dieser. Campingplatz ist auch der ideale Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Unternehmungen im Wettersteingebirge. Bei schlechtem Wetter sind genügend kurz Touren machbar und ermöglichen das Kennenlernen interessanter Gegenden. Die Gamsalm ist über unterschiedliche Waldpfade in relativ kurzer Zeit ebenfalls erreichbar.

Tipps zu Ausrüstung: Generell empfehlen wir einen ca. 30-40 Liter Trecking Rucksack mit angenehmem Tragekomfort und einer wasserabweisenden Regenhülle.

Unbedingt mitnehmen: Regenjacke, Sonnenbrille, Sonnenhut, Fleece Jacke, drei Wechselshirts, evtl. ein Paar Ersatzsocken, Zip Pants (solche abtrennbaren Hosen bieten Schutz und Comfort bei wechselhaften Witterungsbedingungen und Temperaturschwankungen...), eine Regenüberhose, leichte Handschuhe (besonders im Spätsommer und Herbst), leichte lange Unterwäsche für angenehme Hüttenübernachtungen.

Unbedingt erforderlich: Erste Hilfe Set! : Nicht vergessen, im Gebirge kann sehr schnell etwas passieren! Im Erste Hilfe Set sollte unbedingt ein, besser zwei Rettungsdecken, Druckverband, Bandagen, Dreieckstuch, Blasenpflaster und sterile Handschuhe enthalten sein.

Wanderhilfe: Trekkingstöcke sind bei längeren Wanderungen im Gelände auf jeden Fall empfehlenswert. Stöcke erleichtern das Gehen, entlasten Gelenke und Muskeln und sorgen für mehr Gleichgewicht. Teleskopstöcke haben etwas mehr Gewicht, sind sehr stabil und am Markt sehr weit verbreitet. Faltstöcke hingegen sind sehr leicht gebaut, einfacher packbar und etwas weniger stabil. Hier gilt es vor dem Kauf die unterschiedlichen Produkte genauer anzusehen.

Verpflegung: Trotz der Möglichkeit unterwegs in den Alm und Berghütten einzukehren ist es unbedingt erforderlich für die Abschnitte zwischen den ,,Verpflegungsstellen" genügend Proviant mitzuführen. Wir empfehlen Müsliriegel, Energiegels, Obst, und mindestens einen Liter Flüssigkeit pro Stunde Bergwandern, bei heissen Temperaturen besser zwei Liter Getränke mitführen. 

 

 

                                                                              

 

Schuhwerk: Auf geeignetes Schuhwerk ist besonderes Augenmerk zu legen. Outdoor Schuhe sind heute in vielen verschiedenen Bauarten und Ausführungen erhältlich. Um in dieser großen Produktvielfalt nicht den Überblick zu verliere, sollte man sich zu allererst auf die 3 großen Obergruppen an Outdoorschuhen konzentrieren.

Klassische Bergschuhe: Diese sind aufgrund ihrer Bauart und dem Verwendungsgedanken bei weitem am stabilsten angefertigt. Sie bieten besten Halt, Knöchel und Fußgelenkschutz, Zehen Schutz und sind enorm Witterungsbeständig und langlebig. Nachteil: sehr hohes Gewicht, wenig bis gar kein Bodengefühl, im Sommer oft sehr warm, schlechtes Fußklima, ungemütlich nach einigen Stunden, sehr Klobig.

Trekking Schuhe: Trekkingschuhe kann man als Leichtausführung der klassischen Bergschuhe ansehen. Sie sind meist etwas leichter in der Verarbeitung, bieten immer noch gute Stabilität, (schützen vor dem umknicken). Im drei Jahreszeiten Einsatz, Frühjahr Sommer und Herbst sind diese gut zu gebrauchen.

Trailrunning Halbschuhe: Mit solchen Schuhen unterwegs zu sein, erfordert Erfahrung, Können und Vorsicht. Sie bieten im Knöchelbereich wenig bis gar keinen Schutz vor dem Umknicken oder vor spitzem Geröll. Sie wirken nicht stabilisierend und können daher Sehnen und Muskelüberlastung begünstigen. Vorteile: Leichtbau, gutes Sohlenprofil und trotzdem bestes Bodengefühl, angenehmer Tragekomfort.

Fazit: Auf lange Wanderungen muss man sich gut vorbereiten und am Besten schon vorher Schuhwerk Testen und ausprobieren. Der Sportfachhandel bietet meist sehr gute Beratung und die persönlichen Vorlieben findet man bald heraus. Als Faustregel gilt: Neue Schuhe vor einer langen Tour erst langsam einlaufen, so verhindert man Blasenbildung und Druckstellen.