Weitwanderung im Wettersteingebirge... 

Die Ehrwalder Sportler Simon Scheiber und Sabrina Seebacher begaben sich auf eine 3 Tagestour und durchwanderten das Wettersteingebirge von Ehrwald bis nach Leutasch-Reindlau an nur einem Tag.

 

Aufgrund der Charakteristik dieser eigentlichen 3 Tagestour, werde ich hier zu allererst eine Ausrüstungsempfehlung zur verfügung stellen. Weiters gilt es zu bedenken, dass das Begehen dieser Tour an einem Tag prinzipiell nicht zu empfehlen ist. Eine derartige Begehung setzt jahrelanges Ausdauertraining und umfangreiche Alpin Erfahrung vorraus!

Übernachtungen sind nach Reservierung, am Campingplatz Dr. Lauth in Ehrwald, im Steinernen Hüttl und in der Rotmoos Alm möglich. Als Ausgangspunkt bietet sich eine Zeltübernachtung beim Campingplatz Dr. Lauth in Ehrwald an. So kommt garantiert ein Abenteuer feeling auf. Dieser. Campingplatz ist auch der ideale Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Unternehmungen im Wettersteingebirge und liegt nahe dem Skigebiet Wettersteinbahnen. Bei schlechtem Wetter sind genügend kurz Touren im Umkreis machbar und ermöglichen das Kennenlernen interessanter Gegenden. Die Gamsalm ist über unterschiedliche Waldwege in relativ kurzer Zeit erreichbar. Die idyllische Lage im Wetterstein Ski Gebiet und einfache begehbare Wanderwege machen dieses Ausflugsziel auch für Familien mit Kindern besonders interessant.

Will man diese Tour von Ehrwald bis nach Leutasch Wandern so ist auf eine Stabile Wetterlage unbedingt zu achten. Anfängern wird empfohlen einen Wander oder Bergführer um Rat zu fragen!! Bei persönlicher Unsicherheit, keinesfalls leichtfertig in unbekanntes Gelände steigen!! 

Grundsätzlich sind alle Wege gut Markiert. Bei Nebel können aufgrund der abschnittsweisen Abgelegenheit, sehr schnell Probleme mit der Orientierung auftreten. Manche Stellen weisen akutes Absturzgelände auf. Schwindelfreiheit und gute körperliche Verfassung sind Grundvorraussetzung jeder Bergwandertour. 

Tipps zu Ausrüstung: Generell empfehlen wir einen ca. 30-40 Liter Trecking Rucksack mit angenehmem Tragekomfort und einer integrierten Regenhülle.

Unbedingt mitnehmen: Regenjacke, Sonnenbrille, Sonnenhut, Fleece Jacke, drei Wechselshirts, evtl. ein Paar Ersatzsocken, Zip Pants (solche abtrennbaren Hosen bieten Schutz und  mehr Komfort bei wechselhaften Witterungsbedingungen und Temperaturschwankungen...), eine Regenüberhose, leichte Handschuhe (besonders im Spätsommer und Herbst), leichte lange Unterwäsche für angenehme Hüttenübernachtungen.

Unbedingt erforderlich: Erste Hilfe Set! : Nicht vergessen, im Gebirge kann sehr schnell etwas passieren! Im Erste Hilfe Set sollte unbedingt ein, besser zwei Rettungsdecken, Druckverband, Bandagen, Dreieckstuch, Blasenpflaster und sterile Handschuhe enthalten sein. Im Söhngen Erste-Hilfe-Set Miniset blau ist das wichtigste an Hilfsmaterial kompakt enthalten. 

Wanderhilfe: Trekkingstöcke sind bei längeren Wanderungen im Gelände auf jeden Fall empfehlenswert. Stöcke erleichtern das Gehen, entlasten Gelenke und Muskeln und sorgen für mehr Gleichgewicht. Teleskopstöcke haben etwas mehr Gewicht, sind sehr stabil und am Markt sehr weit verbreitet. Faltstöcke hingegen sind sehr leicht gebaut, einfacher verstaubar und etwas weniger stabil. Hier gilt es vor dem Kauf die unterschiedlichen Produkte genauer anzusehen. Der Leki "Micro Vario Carbon" hat sich als sehr zuverlässiger und leichter Trekkingstock erwiesen.

Verpflegung: Trotz der Möglichkeit unterwegs in den Alm und Berghütten einzukehren ist es unbedingt erforderlich für die Abschnitte zwischen den ,,Verpflegungsstellen" genügend Proviant im Rucksack mitzuführen. Wir empfehlen Müsliriegel, Energiegels, Obst, und mindestens einen Liter Flüssigkeit pro Stunde Bergwandern. Bei heissen Temperaturen besser zwei Liter Getränke mitführen. 

 

 

                                                           

Schuhwerk: Auf geeignetes Schuhwerk ist besonderes Augenmerk zu legen. Outdoor Schuhe sind heute in vielen verschiedenen Bauarten und Ausführungen erhältlich. Um in dieser großen Produktvielfalt nicht den Überblick zu verliere, sollte man sich zu allererst auf die 3 großen Obergruppen an Outdoorschuhen konzentrieren.

Klassische Bergschuhe: Diese sind aufgrund ihrer Bauart und dem Verwendungsgedanken bei weitem am stabilsten angefertigt. Sie bieten besten Halt, Knöchel und Fußgelenkschutz, Zehen Schutz und bieten ausserdem enorme Witterungsbeständigkeit. Nachteil: sehr hohes Gewicht, wenig bis gar kein Bodengefühl, im Sommer oft sehr warm, schlechtes Fußklima, ungemütlich nach einigen Stunden, sehr Klobig.

Trekking Schuhe: Trekkingschuhe kann man als Leichtausführung der klassischen Bergschuhe ansehen. Sie sind meist etwas leichter in der Verarbeitung, bieten immer noch gute Stabilität, (schützen vor dem umknicken). Im drei Jahreszeiten Einsatz, Frühjahr Sommer und Herbst sind diese gut zu gebrauchen.

Trailrunning Halbschuhe: Mit solchen Schuhen unterwegs zu sein, erfordert Erfahrung, Können und Vorsicht. Sie bieten im Knöchelbereich wenig bis gar keinen Schutz vor dem Umknicken oder vor scharfkantigem Geröll. Sie wirken nicht stabilisierend und können daher Sehnen und Muskelüberlastung begünstigen. Weniger robust gegen Witterungseinflüsse. Vorteile: Leichtbau, gutes Sohlenprofil und trotzdem bestes Bodengefühl, angenehmer Tragekomfort. 

Fazit: Auf lange Wanderungen muss man sich gut vorbereiten und am Besten schon vorher Schuhwerk Testen und ausprobieren. Der Sportfachhandel bietet meist sehr gute Beratung und die persönlichen Vorlieben findet man sehr bald heraus. Als Faustregel gilt: Neue Schuhe vor einer langen Tour, erst langsam einlaufen, um Blasenbildung und Druckstellen zu vermeiden. 

 

Unter dem folgenden link findest du unseren Zeitungsartikel zu diesem Bericht auf Seite 12 / 13

 www.rundschau.at/ePaper/epaper.php?id=62817851

 

Vielen Dank unseren Sponsoren:

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www.wetterstein-bahnen.at                             www.gamsalm-ehrwald.at